Wanderungen
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Zwischen Leben und Tod – Vom Vorgebirgspark zum Südfriedhof

Vorgebirgspark Südfriedhof

Zugegeben, der Titel mag etwas reißerisch erscheinen, ist aber nicht weit weg von der Realität: Der Spaziergang „Zwischen Leben und Tod“ beginnt im Vorgebirgspark, der bei der ersten Frühlingssonne zum Leben erwacht. In der zweiten Hälfte der Wanderung tauchen wir ein in die Ruhe des Südfriedhof: Umgeben von alten Bäumen muss der Lärm der Großstadt der Stille weichen. Eine Wohltat für eine erholsame Feierabendtour.

Übersicht

Streckenverlauf

Die Wanderung beginnt an der Ecke Neuenahrer Straße und Kreuznacher Straße (wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, beginnt die Runde an der Haltestelle Zollstock Südfriedhof und startet den Spaziergang am Südfriedhof). Hier betreten wir den Vorgebirgspark und laufen durch am Seerosenteich vorbei gegen den Uhrzeigersinn um den Park.

Nachdem wir den Vorgebirgspark fast umrundet haben, verlassen wir ihn an dessen Südwest-Ecke (Kinderspielplatz) und gehen weiter auf dem Fußweg. Den Raderbergürtel passieren wir durch einen Unterführung.

Vor der Markusstraße gabelt sich der Weg und führt über einen kurzen Pfad weiter zum Höniger Platz, wo auch der Eingang zum Südfriedhof befindet. Diesen betreten wir durch das Haupttor und halten uns rechts.
Dem Weg folgend erreichen wir bald die Kriegsgräber aus den beiden Weltkriegen.
Der Rundweg führt und schließlich zurück zum Haupteingang.

Auf dem Fußweg, den wir gekommen sind laufen wir zurück in Richtung Vorgebirgspark. Hinter dem Sportplatz der Armina Köln biegen wir rechts auf einen Wiesenweg ein und erreichen an einem kleinen Basketballplatz den Rundweg um den Park. Dort rechts und sofort wieder links, am Spielplatz vorbei erreichen wir den Ausgangspunkt.

Am Wegesrand

Vorgebirgspark

Der Vorgebirgspark wurde von 1910 bis 1914 nach Plänen des Gartenarchitekten Fritz Encke angelegt. Der Park ist Teil der grünen Achse zwischen Volkspark und Äußerem Grüngürtel.
An der Ostseite des Vorgebirgspark (Kreuznacher Straße) befindet sich ein Rosengarten, der nach Süden an den Baumplatz anschließt. Ein Teichrosenbecken bildet das Zentrum dieses Areals, flankiert von einem Bogengang auf der einen und Sitzecken auf der anderen Seite.
Auf der Südseite befindet sich ein von mächtigen Bäumen beschatteter Kinderspielplatz, am nördlichen Ende lädt ein Basketball-Platz zum Körbe werfen ein.

Der Park ist bei den Kölnern sehr beliebt: Sobald die ersten Sonnenstrahlen die Frühlingsluft erwärmen, bevölkern Familien und kleinere oder größere Gruppen die Liegewiesen, Spielplätze und Tischtennisplatten. Jogger, Spaziergänger und Radfahrer nutzen den Rundweg um den Park.

Südfriedhof

Der Südfriedhof ist der größte Kölner Friedhof und beherbergt etwa 47.400 Grabstätten auf 61.5 Hektar. Um 1901 angelegt, war er in der wachsenden Stadt zunächst als Entlastung für Melaten gedacht.
Von 1914 bis 1918 wurde der Friedhof um 7 Hektar vergrößert, dann 1923 bis 1926 um weitere 24 Hektar. Schließlich kamen 1930 weitere 14 Hektar hinzu; die letzte Vergrößerung um 5 Hektar erfolgte 1963.

Auf dem Südfriedhof findet man zahlreiche Kriegsgräber aus den beiden Weltkriegen sowie zwei eigenständige Soldatenfriedhöfe: Der Cologne War Cemetery von 1922 sowie der in den 20er Jahren entstandenen Italienischer Ehrenfriedhof.
Der Commonwealth-Ehrenfriedhof gehört noch heute dem britischen Staat und wird von der  Commonwealth War Graves Commission unterhalten. Die Grabplatten sind aus einheitlichen englischem Portlandsandstein gefertigt.
Begraben liegen hier rund 3.000 in den beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten des Commonwealth sowie Angehörige der Besatzungstruppen (Köln war von 1919 bis 1926 von britischen Truppen besetzt).
Auf dem Italienischen Ehrenfriedhof befinden sich die Gräber von etwa 1.900 italienischen Gefangenen, die in deutschen Kriegsgefangenenlagern verstorbenen waren.

Die Ruhe des Südfriedhof bietet Lebensraum für zahlreiche Vogelarten: Waldohreule, Mäusebussard oder Halsbandsittich nisten in den alten Bäumen.

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